Apercu

Die Philosophie von «Aperçu»

Aperçu steht für unsere Literweinkollektion mit dem patentierten Schweizer „Drehverschluss“– anspruchsvolle Weiß-, Rosé- und Rotweine, in den Geschmacksrichtungen trocken, halbtrocken und mild.
Es sind Weine für Balkon, Terrasse und Garten, leicht zu öffnen und im„Handumdrehen“ wieder verschließbar, mit 33% mehr Inhalt als in der traditionellen 0,75 Liter Flasche.

Rebsorten

Riesling

Riesling

Eine Weißweinrebsorte, deren Herkunft im Dunkeln liegt. Heute gilt der Riesling weltweit als „König der Weißweine“ – aber wo kommt er her?

Waren es die Römer im ersten Jahrhundert nach Christus, wie Plinius es beschrieben hat, die ihn nach Deutschland gebracht haben?

Oder war es „Ludwig der Deutsche“ im 9ten Jahrhundert, der ihn an den Rhein brachte, waren es die Franzosen, oder war es eine germanische Wildrebe namens„Vitis Vinifera ssp. Silvestris“, die schon immer bei uns wuchs?

Nun – lassen wir die Gelehrten streiten. Urkundlich erwähnt wird er jedenfalls erstmals in Deutschland im Jahre 1435. Bis dahin wurde in Deutschland fast ausschließlich Rotwein angebaut und der Weißwein sollte nun langsam zum Gegengewicht für die rote Konkurrenz aus Frankreich und Italien werden.

Der Riesling liefert edelste, rassige Spitzenweine. Sie zeichnen sich durch kaum zu übertreffende Geschmacksaromen, kräftige harmonische Säuren, anhaltendes nobles Bukett und große Lagerfähigkeit aus.

Müller-Thurgau

Müller-Thurgau

Die Weißweinrebe entstand im Jahre 1882 aus einer Kreuzung zweier weißer Rebsorten, so wird berichtet. Allerdings streiten sich die Experten seit vielen Jahren. War es eine Kreuzung von Riesling und Silvaner oder eine Art Mutation von Riesling und Riesling oder war es eine Kreuzung von Riesling und Gutedel, eine Rebsorte, die seit über 3000 Jahren in Ägypten bekannt ist und die heute noch vorwiegend in Süddeutschland angebaut wird?

Den Namen hat die Rebsorte nach ihrem Schöpfer, Müller-Thurgau, aus Tägerswilen im Kanton Thurgau in der Schweiz, einer der jüngsten Professoren an der „Versuchsanstalt“ in Geisenheim im Rheingau. Heute ist die Müller-Thurgau-Rebe in ganz Deutschland zu Hause.

Die Sorte liefert harmonische, weiche Weine mit schönem, dezentem Muskatton. Der Wein sollte jung getrunken werden, da das sortentypische Bukett mit zunehmendem Alter leicht verloren geht.

Weißer Burgunder (PINOT BLANC)

Weißer Burgunder

Eine weiße Rebsorte, die seit dem 14ten Jahrhundert bekannt ist und ihren Ursprung im Burgund in Frankreich hat. Die Entstehung ist etwas geheimnisvoll und ein Beweis, dass die Natur sich Wege sucht, um Klimaextreme zu überleben. Man nimmt an, dass der Weiße Burgunder ursprünglich von einer roten Rebsorte abstammt – dem Pinot Noir, der bei uns Spätburgunder oder Blauer Spätburgunder genannt wird.

Der Weiße Burgunder stellt recht hohe Ansprüche an Boden und Klima. Er bevorzugt warme, möglichst tiefgründige Böden sowie trockene und warme Lagen. Bei entsprechend langer Reifezeit liefert der Weiße Burgunder Weine bis in den höheren Prädikatsbereich. Im Glas präsentiert er sich von blass- über hellgelb bis hin zu kräftig goldener Farbe. Im Duft zeigt er sich meist zart und verhalten, wobei seine Aromen eine Anmutung haben zwischen Banane und Ananas.

Der Weiße Burgunder ist für die deutsche und mediterrane Küche ein interessanter Geschmacksbegleiter.

Grauer Burgunder (PINOT GRIS)

Grauer Burgunder

Diese weiße Rebsorte gehört ebenfalls zur Familie der Pinot-Trauben. Möglicherweise hat sich der Graue Burgunder zuerst aus dem roten Spätburgunder entwickelt, um dann einen weißen „Bruder“ zu bekommen, den Weißen Burgunder. Vieles deutet darauf hin, denn im Gegensatz zu anderen weißen Rebsorten färben sich die Trauben des Grauburgunders mit zunehmender Reife rötlich. Lange Zeit hat man deshalb auch versucht, aus dem Grauburgunder Rotwein herzustellen – aber ohne Erfolg.

Der ursprünglich in Deutschland gebräuchliche Name für den Grauen Burgunder war „Ruländer“. Mit der fortschreitenden Globalisierung des Weinmarktes, mit Pinot Gris und Pinot Grigio wurde dann der neue Begriff gewählt. Ähnlich dem Weißen Burgunder hat der Graue Burgunder eine blass- bis goldgelbe Farbe im Glas. Er ist ein kräftiger, gehaltvoller Wein mit exotischen Aromen, der gut gekühlt aus dem großen Weißweinglas zum Erlebnis wird.

Chardonnay

Chardonnay

Die weiße Rebsorte Chardonnay ist wohl die bekannteste und verbreitetste der Welt. Es gibt kaum einen Winkel, wo sie nicht angebaut wird. Doch auch ihr Ursprung liegt im Dunkeln. Ist sie durch Mutation der Pinotfamilie entstanden? Andere suchen ihren Ursprung in Kleinasien und im Libanon, auch der Ort Chardonnay in Frankreich wird genannt.

Zur Aufklärung trägt nicht gerade bei, dass die Rebsorte auch unter Markensynonymen von Regionen bekannt wurde wie Chablis, Montrachet, Meursault und Pouilly-Fuissé. Das größte Geheimnis des Chardonnay ist sicherlich seine Anpassungsfähigkeit an alle Klimazonen – und die Vielfalt der Weinstile, die sich daraus entwickelt haben.

Die Erfolgsgeschichte des weißen Chardonnay ist nur vergleichbar mit der des roten Cabernet Sauvignon, der ebenfalls zur Weltrebsorte wurde.

Die Duftpalette des Chardonnay reicht von grünen Sommeräpfeln, Stachelbeeren, Melonen, Bananen und exotischen Früchten bis hin zu einem leichten Muskataroma. Dabei ist er kräftig, körperreich und nachhaltig.

Silvaner

Silvaner

Die weiße Rebsorte müsste eigentlich bald unter „Artenschutz“ gestellt werden. Nur noch auf 7 Prozent der Rebfläche in Deutschland wächst diese Traditionsrebsorte. Auch bei der Ursprungsgeschichte streiten sich meist die Experten. Während die einen die Rebsorte zurückführen auf die römische Gottheit Silvanus, legen andere ihre Herkunft in den Kaukasus. Aber die Heimat könnte mit großer Wahrscheinlichkeit Transsilvanien (Siebenbürgen) sein.

Vor mehr als 800 Jahren wanderte die Rebsorte die Donau hinauf, nach Österreich, dann entlang dem Main an den Rhein. Heute ist die Rebsorte in ganz Europa beheimatet, wenn auch unter anderen Namen: in Österreich als „Grüner Zierfandl“ und „Fliegentraubl“, als „Johannisberg“ in der Schweiz, in Frankreich als „Gamay Blanc“, in Deutschland auch als „Frankenriesling“ oder „Österreicher“.

Der Geschmack ist neutral-feinfruchtig und harmonisch abgerundet. In guten Jahren entstehen Ausnahmeweine, bei denen die Nachfrage das Angebot weit übersteigt.

Scheurebe

Scheurebe

Diese weiße Rebsorte ist in der jüngeren Vergangenheit durch eine Kreuzung von Silvaner X Riesling entstanden. Gesucht wurde eine Rebsorte, die ähnlich dem Sauvignon Blanc ein körperreiches, fruchtig-rassiges Aroma hat. 1962 wurde diese Rebsorte, die nach ihrem Züchter Georg Scheu benannt wurde, angemeldet. Nur 4 Prozent der deutschen Rebfläche ist mit Scheu bestockt.

In den 70er Jahren wurden die Scheuweine vorwiegend mild bis edelsüß ausgebaut. Heute überwiegen halbtrockene und sogar trockene Weine. Allerdings ist die Qualität sehr stark jahrgangsabhängig vom Reifegrad der Trauben.

Bei voller Ausreifung belohnt die Scheurebe und der daraus entstehende Wein den Genießer mit unnachahmlichem Bukett von schwarzen Johannisbeeren und dem Geruch nach frischen Holunderblüten.

Huxelrebe

Huxelrebe

Ähnlich wie die Scheurebe zählt auch die weiße Rebsorte Huxelrebe zu den sogenannten „Bukettsorten“. Bereits 1927 kreuzte Georg Scheu die Gutedelrebe X Courtillier Musqué- Rebe.

Den Namen erhielt sie von dem ersten Winzer, der die Bedeutung der Traube erkannte, von Fritz Huxel aus Westhofen in Rheinhessen.

Die Rebsorte ist nur für gute und lockere Böden geeignet, was auch ein wenig die Anbaufläche in Deutschland von nur 1,7 Prozent erklärt. Die Sorte ist frühreifend, Anfang bis Mitte September erntebereit und ergibt interessante, reife Weine mit rassiger Säure und einem dezent vornehmen Muskatbukett.

Dornfelder

Dornfelder

Die rote Rebsorte Dornfelder hat eine deutsche Erfolgsgeschichte, die gerade einmal vor 50 Jahren begann und die nach dem Willen ihres Züchters, Immanuel Dornfeld, etwas ganz anderes werden sollte: Ein „Deckwein“, um schwachfarbige andere deutsche Rotweine zu verbessern. Zu diesem Zweck kreuzte er 1955 zwei Rebsorten, nämlich die Sorten „Helfensteiner“ und „Heroldrebe“. Und heraus kam ein deutscher Rotweinklassiker, dessen Potential die Winzer bald entdeckten.

Aber auch die Weintrinker, denn kaum ein Rotwein eignet sich sonst so für die unterschiedlichen Ausbaustile, im großen Holzfass, im kleinen Barrique – trocken, halbtrocken oder mild. Die Weine sind von auffallend tiefdunkelroter Farbe, fruchtbetont und harmonisch, haben eine Anmutung an Schattenmorellen und Holunderblüten, sind ideal für die kühlere Jahreszeit und können selbst im Sommer leicht gekühlt getrunken werden.

Trotz seines ungewöhnlichen Namens oder vielleicht gerade, weil er so heißt, setzt der Dornfelder mit seiner Geschmacksvielfalt seinen Siegeszug fort.

Portugieser

Portugieser

Dieser Rotwein, auch Blauer Portugieser genannt, wird seit ca. 200 Jahren in Deutschland angebaut. Seine Herkunft lässt sich heute nicht mehr eindeutig belegen. Sicher ist nur, dass er in Portugal unbekannt ist.

Besonders charakteristisch für den Portugieser ist seine frühe Reife. Bereits Anfang bis Mitte September können die Trauben geerntet werden und ergeben Weine, die je nach Jahrgang meist von hellem Rubinrot und im Alkohol leichter als andere Rotweine sind.

Sie gelten als unkomplizierte, angenehme, vollmundige, süffige Weine und frische „Schoppenweine“. Ohne allzu viel Tannin entwickeln sie sich rasch und sind schon im Frühjahr nach der Lese harmonisch und gut trinkbar.

Das verhaltene Aroma des Blauen Portugiesers wird meist mit Spuren von Beerendüften wie rote Johannisbeere, Himbeere oder Erdbeere, mitunter auch mit Sauerkirsche verglichen, gelegentlich wird ihm ein leichter Pfefferton nachgesagt. Als Sommerrotwein, gekühlt getrunken, oder im Frühjahr und Herbst ist er Rotweinfavorit.

Der Schwarzriesling (PINOT MEUNIER)

Schwarzriesling

Unterschwellig legt der Name dieser Rotweinrebsorte eine Verwandtschaft zum „König der Weißweine“, dem Riesling, nahe. Was auch immer der Grund für diese Namensgebung gewesen sein mag, es war Unfug.

Der Schwarzriesling oder Pinot Meunier, wie er in Frankreich genannt wird, gehört wie der Spätburgunder, der Graue Burgunder und der Weiße Burgunder zur Familie der Pinot- Rebsorten, die sich im Laufe der Jahrhunderte durch Mutation entwickelt haben.

Seine größte Verbreitung hat der Pinot Meunier in der Champagne als ein Hauptbestandteil des Champagner- Cuvées. In Deutschland zählt der Schwarzriesling zu den 5 großen Rotweinen, zeigt eine rubinrote bis ziegelrote Farbe. Er hat deutliche Aromen, ist meist samtig und harmonisch, in guten Jahren und aus guten Lagen auch kräftig und körperreich. Ausgebaut wird er zunehmend trocken als Tischwein mit unterschiedlich ausgeprägter Restsüße. Ein Wein für Kenner und Genießer.

Domina

Domina

Die rote Rebsorte „Domina“ ist eine deutsche Neuzüchtung aus dem Jahre 1927. Warum der Züchter in der Zeit vor der Emanzipation den Begriff für die neue Rebsorte aus dem Lateinischen, wo es soviel wie „Herrin“ bedeutet, entliehen hatte, ist unbekannt. Allerdings schien die Zeit noch nicht reif zu sein für ein „mediterranes“ Rotweinerlebnis.

Die Kreuzung zwischen der Portugieser- und Spätburgunderrebe wäre beinahe wieder in Vergessenheit geraten, hätten sie nicht findige Winzer in Deutschland 1974 zum zweiten Mal entdeckt. Und das war kein Zufall. Die Trinkgewohnheiten in Deutschland konzentrierten sich bis dahin auf die klassischen Weißweinrebsorten. Dann kamen die Auslandreisen und wir entdeckten neue Weine, die so ganz anders waren als die bekannten. Und sie waren rot. Die Winzer rüsteten auf. Trotzdem ist die Domina eine Rarität, die auf nur 0,3 Prozent der Anbaufläche in Deutschland kultiviert wird.

Sie ergibt einen Wein, der im Glas steht mit einem tiefen, satten, fast dunklen Rot mit violettem Farbspiel und dessen Duft an rote Früchte, wie Kirsche und Walderdbeeren erinnert.

Der Blaue Spätburgunder (PINOT NOIR)

Blauer Spätburgunder

Das ist der deutsche Name des hochvornehmen „Pinot Noir“, eine der edelsten Rotweintrauben der Welt und wahrscheinlich eine der ältesten, noch im Anbau stehenden Rebsorten. Vermutlich vor 2000 Jahren gelangte er unter der Herrschaft der Römer nach Burgund, wurde mit Wildreben „veredelt“ und fand ab dem Jahre 800 mit der Gründung der Klöster seinen Weg nach Deutschland.

Eine Eigenart des Pinot Noir ist seine genetische Instabilität durch seinen ausgeprägten Hang zur Mutation. Diesem verdanken wir so hochwertige Rebsorten wie Pinot Gris, Pinot Blanc und Pinot Meunier. Aber was der Mensch nicht vermag, schafft die Natur scheinbar ohne Anstrengung. Spätburgunderweine besitzen einen verschwenderisch reichen Duft, der meist mit Erdbeeren, Waldbeeren, Kirschen oder mit Pflaumen, aber auch mit Gewürzen und Kräutern assoziiert wird.

Der Spätburgunder ist eines der ältesten deutschen Kulturgüter und ein Muss für jeden Weinliebhaber, wenn die Tage wieder kürzer werden.